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virtuelle 360° Rundgänge

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viewaround durch ein DAVINCI Musterhaus

HDR -
high dynamic range

(HDR) High Dynamic Range - was bedeutet das eigentlich? In diesem Abschnitt folgt eine kurze Erklärung zum Thema und warum es gerade bei virtuellen 360° viewarounds den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Das kennt wohl fast jeder Hobbyfotograf. Die Aufnahmen aus dem letzten Urlaub und besonders die aus der alten Kathedrale wirken bei weitem nicht so beeindruckend wie man es sich erhofft hat. Zum Zeitpunkt der Aufnahme schien die Sonne durch die bunten Kirchenfenster und verzauberte den Innenraum mit tollen Lichteffekten und Schattenspielen. Das sah so toll aus, das musste einfach auf einem Foto festgehalten werden.

Doch nun zuhause auf dem Computerbildschirm ist das Ergebnis der Aufnahme eher enttäuschend. Wo sind die beeindruckenden Motive der Kirchenfenster geblieben. Sieht man nun nur noch von der Sonne überblendete weisse Flächen; und wo sind die tollen Schatteneffekte geblieben. Diese verschwinden nun in absoluter Dunkelheit.

 

Das Problem liegt an der Funktionsweise des Fotoapparates. Bei einer Aufnahme wird, wenn man es nicht manuell beeinflusst, die Belichtungszeit durch eine Automatik in der Kamera bestimmt. Vereinfacht dargestellt wird bei dunkleren Lichtverhältnissen eine längere Belichtungszeit vorgegeben. Das ist der Zeitraum, bei dem zum Beispiel bei einer Spiegelreflexkamera der Spiegel nach oben klappt und somit Licht auf den Sensor fällt. Je länger der Spiegel hochgeklappt bleibt, desto länger fällt Licht auf den Sensor und lässt auch Aufnahmen bei dunkleren Lichtverhältnissen zu. Genau gegensetzlich verhält es sich bei sehr hellen Szenarien. Der Spiegel klappt nur für eine sehr kurze Zeit hoch und lässt nur für einen Bruchteil einer Sekunde Licht auf den Sensor fallen, damit die Bilder nicht überbelichtet werden.

unterbelichtet

überbelichtet

HDR

Zurück zu unserer Ausgangssituation. Wie verhält sich die Automatik der Kamera, wenn wie in unserem Beispiel dunkle und helle Bereiche gleichermaßen vorhanden sind? Wird nun der dunkle Bereich unterbelichtet und verschwindet in einem "schwarzen Nichts" oder werden die hellen Bereiche überbelichtet und überstrahlen nun in einem gleissenden Weiss, dass keine Details mehr erkennen lässt? Beides kann passsieren und richtet sich danach auf welchen Bereich bei der Aufnahme fokussiert wurde und somit die Belichtungsautomatik eine kürzere oder längere Verschlusszeit vorgibt. Leider ist die Kamera bei einer einzelnen Aufnahme nicht in der Lage, den Kontrastumfang des menschlichen Auges annähernd abzubilden, indem gleichzeitig dunkle Bereiche länger belichtet werden und helle Bereiche kürzer belichtet werden.

An dieser Stelle kommt die HDR-Technik ins Spiel

Wenn schon bei einer normalen Aufnahme mit einem stark begrenzten Bildausschnitt das Problem mit verschiedenen Helligkeiten im Motiv auftritt, so ist dieses bei einem 360° Panorama meist noch viel ausgeprägter, da bei einem Rundumblick oder wie wir sagen viewaround meist noch viel stärkere Belichtungsunterschiede gegeben sind. Beispiel ein Zimmer mit großen Fensterfronten zu einer Seite hin, durch die viel Licht fällt.

Aus diesem Grund werden die virtuellen Rundgänge bei viewaround in der Regel im HDR-Verfahren erstellt. Bei diesem werden von jedem einzelnen Raum Aufnahmen in Belichtungsreihen erstellt. Das bedeutet, es werden jeweils mehrere Aufnahmen von gleicher Position gemacht, die in ihrer Belichtungszeit von besonders kurz bis besonder lang belichtet werden. Es gibt also jedes Foto in verschiedenen länger belichteten Versionen, "normal" belichteten Versionen und in kürzer belichteten Versionen. So kann es vorkommen, dass zu einem Bild mit gleicher Perspektive 5, 7 oder gar 9 Aufnahmen gemacht werden, die jeweils unterschiedlich belichtet wurden (Belichtungsreihe - kürzere und längere Verschlusszeiten). Dabei kann man auf den kurz belichteten Bildern die Bereiche gut abbilden, die besonders hell sind und auf den länger belichteten Bildern die Bereiche gut abbilden, die ziemlich dunkel sind. Schlussendlich werden die Bilder der Belichtungsreihe (5, 7 oder 9 Aufnahmen) mittels spezieller Software zu einem einzelnen neuen Bild umgerechnet. Auf diesem wird aus der Kombination der verschieden belichteten Aufnahmen ein Bild generiert, auf dem ein besonders hoher Kontrastumfang möglich ist, der dem menschlichen Auge schon sehr nah kommt. Auf diesem Bild sind dann dunkle Bereiche kontrastreich und klar abgebildet  sowie auch die hellen Bereiche detailreich und ohne Überbelichtung zu erkennen. Der Mehraufwand für die Aufnahmen im HDR-Verfahren lohnt sich, denn das kontrastreiche Ergebnis und die Darstellungsqualität sprechen für sich, eben viewaround- Qualität!